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Deutsche Verbraucher mussten noch nie so viel für Wärme bezahlen wie im letzten Winter. Beim Heizöl stiegen die Kosten gegenüber dem Vorjahr für einen Durchschnittshaushalt um 27%.

Immer mehr Banken und Wirtschaftsexperten warnen inzwischen vor einem weiteren Anstieg der Öl- und Gaskosten. Der Bund der Energieverbraucher rät Verbrauchern deshalb, sich jetzt vor weiter steigenden Heizkosten durch eine Wärmedämmung und die Nutzung der Sonnenwärme zu schützen. An die Politik appelliert der Verband, den Umstieg auf Wärme aus Solar-, Bio- oder Erdenergie gesetzlich zu beschleunigen. Dies sei unverzichtbar, um die Versorgung mit bezahlbarer Wärme langfristig zu sichern und explodierende Schadenskosten des Klimawandels zu verhindern.

Das Investmenthaus Goldmann Sachs schreibt in seiner Ende März veröffentlichten Studie zur Entwicklung des Ölpreises hierzu: “Wir glauben, die Ölmärkte könnten gerade erst am Anfang einer Phase des Superanstiegs stehen”.

Mit einer fachmännisch geplanten 6 m2 großen Solarwärmeanlage kann der Warmwasserbedarf eines Vier-Personen-Haushaltes zum Duschen, Baden und Waschen im Jahresdurchschnitt zu 60% gedeckt werden. Wenn die Kollektorfläche größer gewählt wird, ist zusätzlich eine solare Unterstützung der Raumheizung möglich.

Den Einbau von Solarwärmeanlagen fördert das Bundesumweltministerium mit einem nicht zurückzuzahlenden Zuschuss von 110 € je angefangenem Quadratmeter Kollektorfläche. Außerdem bietet die bundeseigene KfW-Förderbank für Modernisierer und Bauherren zinsgünstige Kredite für Solarwärmeanlagen bzw. die komplette solare Heizungssanierung an.

Energiepass ab 1. Oktober 2008 Pflicht

In privaten Haushalten stellen die Heizkosten den größten Anteil der Betriebskosten dar. Ein Drittel des gesamten Primärenergieverbrauchs wird noch immer für die Raumheizung und Warmwasserbereitung aufgewendet. Dennoch ist der Energieverbrauch von Gebäuden für deren Nutzer meist eine unbekannte Größe.

Der Energiepass soll auf dem Immobilienmarkt zu einem wirksamen Instrument für mehr Transparenz werden. Mit dem Energiepass-Label soll schon bald so selbstverständlich mit der Energieeffizienz geworben werden, wie es bei Kühlschränken und Waschmaschinen längst Praxis ist. Ab 2006 werden Gebäudeeigentümer verpflichtet Miet- und Kaufinteressenten einen Energiepass vorzulegen.

 
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