Gebäudetyp E: Einfaches Bauen bleibt kompliziert (Mon, 26 Oct 2026)
Gebäudetyp E: Einfaches Bauen bleibt kompliziert
Haus & Grund Deutschland fordert verlässliche Standards und Rechtssicherheit für private Bauherren und Vermieter
Haus & Grund Deutschland kritisiert, dass der Referentenentwurf zum Gebäudetyp E trotz Erleichterungen wesentliche Vertrags- und Haftungsrisiken beim einfachen Bauen bestehen lässt. Zwar
erleichtert der Entwurf den Abweichungen auf kostspielige Baustandards, einen durchgängigen, rechtssicheren Grundstandard schafft er jedoch nicht. „Die Richtung stimmt, aber die Bundesregierung
bleibt auf halbem Weg stehen. Wer bezahlbar bauen will, braucht klare Regeln statt eines Geflechts aus Sondervereinbarungen. Solange Haftungsrisiken Planer und Bauunternehmen dazu treiben, unnötig
aufwendig und teuer zu bauen, zahlen Bauherren und Mieter die Rechnung“, erklärt Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke. Nur so weit die Baubestimmungen konkrete Anforderungen vorgeben und der
Gebäudetyp E vereinbart ist, gilt dieser als Mindeststandard.
Haus & Grund Deutschland begrüßt, dass der Entwurf für Teile des Gebäudetyp-E-Vertrags erstmals den bauordnungsrechtlichen Mindeststandard zugrunde legt. Dieser Ansatz muss jedoch zum allgemeinen
Ausgangspunkt des Bauvertragsrechts werden. Höhere Komfort- und Ausstattungsstandards sollen die Vertragsparteien jederzeit zusätzlich vereinbaren können. Für die übrigen Gebäudemerkmale müssen
einfachere Lösungen weiterhin gesondert vereinbart werden. Fehler bei der Vertragsgestaltung können damit Mängel- und Haftungsrisiken auslösen.
Besonders problematisch ist aus Sicht von Haus & Grund Deutschland die fehlende rechtliche Absicherung bei der anschließenden Vermietung. Auch wenn ein Gebäude nach dem Bauvertrag mangelfrei
errichtet wurde, können Mietern Mängelrechte zustehen, wenn relevante Abweichungen vom üblichen Wohnstandard im Mietvertrag nicht wirksam vereinbart sind. Ein pauschaler Hinweis auf den Gebäudetyp E
genügt dafür nicht. „Wer einfacher bauen lässt, darf bei der Vermietung nicht in die nächste Haftungsfalle geraten. Es ist absurd, Baukosten senken zu wollen und Eigentümer anschließend mit den
Vertragsrisiken allein zu lassen“, sagt Warnecke. Der Gesetzgeber müsse deshalb dafür sorgen, dass rechtmäßig nach dem Basisstandard errichtete Gebäude ohne neue Rechtsunsicherheiten vermietet werden
können.
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Berlin stellt private Vermieter unter Generalverdacht (Mon, 19 Oct 2026)
Berlin stellt private Vermieter unter Generalverdacht
Haus & Grund: Sondierungspapier darf keine Blaupause für Deutschland werden
Berlin, 19. Oktober 2026. Haus & Grund Deutschland warnt vor dem wohnungspolitischen Kurs von Linken, Grünen und SPD in Berlin. Geplante Vergesellschaftungen, eine neue Mietenaufsicht und eine
Schwerpunktabteilung bei der Staatsanwaltschaft stünden für einen grundlegend falschen Umgang mit privatem Eigentum und privaten Vermietern.
Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke kommentiert:
„Private Vermieter sind keine Verdächtigen. Wer Vermietung politisch in die Nähe von Kriminalität rückt, vergiftet das Verhältnis zwischen Mietern und Vermietern und schreckt genau diejenigen ab, die
Wohnraum bereitstellen. Man kann private Eigentümer nicht zum Wohnungsbau einladen und sie gleichzeitig unter Generalverdacht stellen. Was in Berlin als Paradigmenwechsel angekündigt wird, darf nicht
zur Blaupause für Deutschland werden. Unser Land braucht Menschen, die Wohnungen bauen, erhalten und vermieten. Der Staat sollte sie dafür gewinnen, statt sie zu überwachen und zu enteignen“
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Länder planen Ewigkeitssteuer auf Immobilien (Wed, 14 Oct 2026)
Länder planen Ewigkeitssteuer auf Immobilien
Haus & Grund: Abschaffung der Zehnjahresfrist wäre Vertrauensbruch gegenüber privaten Eigentümern
Berlin, 15. Oktober 2026. Haus & Grund Deutschland kritisiert die Empfehlung des Finanzausschusses des Bundesrates, die Zehnjahresfrist für private Immobilienverkäufe abzuschaffen. Gewinne aus
dem Verkauf nicht selbst genutzter Immobilien wären damit künftig unabhängig von der Haltedauer steuerpflichtig. „Aus einer Steuer auf Spekulationsgeschäfte soll eine Ewigkeitssteuer auf Immobilien
werden. Wer ein Mietshaus 20, 30 oder 40 Jahre hält, hat nicht spekuliert. Private Eigentümer nach Jahrzehnten beim Verkauf zur Kasse zu bitten, ist völlig inakzeptabel“, erklärt Haus &
Grund-Präsident Kai Warnecke.
Besonders brisant: Nach der Empfehlung könnten auch Bestandsimmobilien erfasst werden, wenn deren bisherige Zehnjahresfrist beim Inkrafttreten noch nicht abgelaufen ist. Gleichzeitig soll die
Ausnahme für selbst genutzte Immobilien verschärft werden: Künftig soll grundsätzlich eine zusammenhängende Selbstnutzung von mindestens 36 Monaten erforderlich sein, die frühestens sechs Monate vor
der Veräußerung enden darf.
„Wer langfristig Eigentum aufbaut, für das Alter vorsorgt und über Jahrzehnte in seine Immobilie investiert, muss sich auf die steuerlichen Spielregeln verlassen können. Ihre nachträgliche
Verschärfung wäre ein massiver Vertrauensbruch. Deutschland braucht mehr private Investitionen in Wohnraum und keine neuen Steuerfallen für Eigentümer. Der Bundesrat muss diesen Angriff auf das
private Immobilieneigentum am Freitag stoppen“, fordert Warnecke. Über die Stellungnahme zum Einkommensteuerreformgesetz 2027 berät der Bundesrat am 16. Oktober.
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Erbschaftsteuer: Das kleine Mietshaus muss steuerfrei bleiben (Mon, 12 Oct 2026)
Erbschaftsteuer: Das kleine Mietshaus muss steuerfrei bleiben
Höhere Freibeträge sollen Familien vor Verkaufsdruck schützen
Berlin, 12. Oktober 2026. Anlässlich der heutigen Verhandlung des Bundesverfassungsgerichts zur Erbschaftsteuer fordert Haus & Grund Deutschland, die steuerfreie Weitergabe von Immobilien
innerhalb der Familie neu zu ordnen. Nicht nur das selbstgenutzte Familienheim, sondern auch kleinere Mehrfamilienhäuser müssen ohne erbschaftsteuerlich erzwungenen Verkauf an die nächste Generation
weitergegeben werden können. Dafür müssen die persönlichen Freibeträge deutlich erhöht und künftig automatisch an die Preisentwicklung angepasst werden.
„Die Erbschaftsteuer darf nicht zur Neidsteuer auf das kleine Mietshaus werden. Wer ein solches Haus erbt, erbt keinen Geldkoffer, sondern Verantwortung für Wohnungen, Mieter und den Erhalt des
Gebäudes“, sagt Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke. Die persönlichen Freibeträge liegen derzeit bei 500.000 Euro für Ehegatten und 400.000 Euro für Kinder. Ihre fehlende Anpassung an die
Preisentwicklung ist auch Gegenstand des heutigen Verfahrens.
Haus & Grund Deutschland fordert deshalb höhere und dauerhaft dynamisierte Freibeträge. „Das kleine Mietshaus darf steuerlich nicht zum Luxusgut erklärt werden. Es muss genauso von Generation zu
Generation weitergegeben werden können wie das selbstgenutzte Elternhaus“, so Warnecke. Eine regelmäßige Anpassung der Freibeträge würde verhindern, dass allein steigende nominale Immobilienwerte
immer häufiger zu einer Erbschaftsteuerbelastung führen.
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Umfrage: Traum vom Eigenheim ungebrochen – Mehrheit hält ihn für unrealistisch (Mon, 05 Oct 2026)
Umfrage: Traum vom Eigenheim ungebrochen – Mehrheit hält ihn für unrealistisch
Berlin, den 5. Oktober 2026 – Anlässlich des heutigen Welttags des Wohn- und Siedlungswesens (Habitat-Tag) macht der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland mit einer repräsentativen Umfrage
auf die wachsende Kluft zwischen dem Traum vom Eigenheim und seiner Realisierbarkeit aufmerksam: 76 Prozent der jungen Mieter wünschen sich, in einer eigenen Immobilie zu leben. Doch nur 39 Prozent
halten es für realistisch, dass dieser Traum je in Erfüllung geht.
Kai Warnecke, Präsident von Haus & Grund Deutschland: „Der Wunsch nach der eigenen Immobilie ist ein elementarer Teil der DNA der deutschen Bevölkerung. Sie schafft Sicherheit, Geborgenheit und
ist damit ein wichtiger Bestandteil einer zukunftsfähigen Gesellschaft. Es ist ein fatales Signal, dass die Mehrheit der Menschen nicht mehr daran glaubt, dass dieser Lebenstraum noch in Erfüllung
geht."
Umfrageergebnisse:
1. Haben Sie den Wunsch, in einer Immobilie zu leben, die Sie selbst besitzen?
– 76 % Ja, 18 % Nein, 6 % Weiß nicht.
2. Wie realistisch ist es Ihrer Einschätzung nach, dass Sie unter aktuellen Bedingungen jemals in einer Immobilie wohnen werden, die Sie selbst besitzen?
– 39 % realistisch, 58 % unrealistisch, 3 % Weiß nicht.
3. Tut die Bundesregierung Ihrer Meinung nach genug, um den Besitz von Wohneigentum erreichbarer zu machen?
– 17 % Ja, 79 % Nein, 4 % Weiß nicht.
(Die repräsentative Umfrage wurde vom Meinungsforschungsinstitut Civey vom 14.09. bis 03.10.2026 unter rund 1.000 Mietern zwischen 18 und 45 Jahren durchgeführt.)
Deutschland gehört mit einer Wohneigentumsquote von rund 47 Prozent seit Jahren zu den Schlusslichtern in der Europäischen Union. Die Quote stagniert seit mehr als einem Jahrzehnt und bei den
Jüngeren sinkt sie zunehmend.
„Eine geringe Eigentumsquote ist kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis politischer Fehlentscheidungen über Generationen hinweg. Das ließe sich ändern, aber auch die derzeitige Regierung hat offenbar
kein Interesse daran. Noch schlimmer: Durch immer mehr Auflagen und staatliche Kostentreiber macht die Politik den Traum vom Eigenheim noch unerreichbarer. Das Umfrageergebnis zeigt: Eine große
Mehrheit erwartet von der Politik deutlich mehr Engagement. Wir fordern die Bundesregierung auf, Wohneigentum gezielt zu fördern. Ein Eigenheim ist die beste Form der Altersvorsorge – und sie muss
endlich wieder für die Mitte der Gesellschaft erreichbar werden", so Warnecke abschließend.
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